Workshops unter dem Motto "Owschlag - Natürlich!" - Bürger entwickeln Projekte für Owschlag

Foto: Büro Oeding

Im Januar 2020 hat die Gemeinde Owschlag unter dem Motto "Owschlag - Natürlich!" zusammen mit dem Naturparkverein Hüttener Berge und unter der Leitung des Planungsbüros Oeding aus Flensburg an zwei Workshop-Terminen mit jeweils rund 30 TeilnehmerInnen Projektideen in den Themenfeldern Naturschutz, Umweltbildung, Kulturhistorie und Tourismus gesammelt. Insgesamt kristallisierten sich 22 Projektvorschläge heraus: Im Bereich des Natur- und Kulturerlebens ging es unter anderem um die Aufstellung von Ruhebänken, Schutzhütten und Aussichtsplattformen bis hin zu einem gemeindeübergreifenden thematischen (Rad-)Wanderwegenetz, das auch die vielfältigen Besonderheiten des Ortes präentieren soll. Im Bereich Naturschutz wurde z. B. die Aufstellung von Eisvogelkästen und Brutflößen und auch die Weiterentwicklung des Heideteiches mit seiner anliegenden Orchideenwiese thematisiert. Im touristischen Bereich entstanden Ideen wie die Aufstellung einer Outdoor-Fitness-Station, die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes oder die Erstellung eines Imagefilms.

Die Projektideen werden nun auf ihre Umsetzbarkeit und Fördermöglichkeiten hin geprüft. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Projekte angeschoben werden.

Mehr Informationen zur Gemeinde Owschlag finden Sie hier.

 

 

Das Projekt wurde gefördert durch das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein

 

Neubau eines Steges mit kleiner Plattform am Rammsee im Brekendorfer Wald

Gegenüber der neuen Schutzhütte am Rammsee im Brekendorfer Wald wurde ein Holzbohlensteg bis zur Gewässerkante errichtet, der in einer kleinen, in den See hineinragenden Plattform (2x1m) endet.

Vor der Umsetzung des Projektes hatte sich dort bereits auf Kosten der empfindlichen Flora und Fauna ein  Trampelpfad zum See entwickelt, da die Waldbesucher an dieser Stelle direkt an den See gelangen wollten. Dessen weitere Austretung durch Besucher konnte mit der Errichtung des Steges verhindert werden.

Durch den Bau des Holzbohlenweges mit kleiner Plattform erfolgten nur minimalinvasive Eingriffe in das Biotop. Gebaut wurde der Steg komplett aus heimischen Hölzern (Eiche und Lärche). Die besonders empfindlichen und selten vorkommenden Arten wie z.B. Fieberklee (Menyanthes trifoliata), das Sumpfblutauge (Potentilla palustris) und diverse seltene Libellenarten sind nun besser geschützt. Trotzdem bleibt der Raum erlebbar.

Der Steg mit der Plattform ermöglicht den Waldbesuchern nun Einblicke und Aussichten auf das geschützte Biotop im Uferbereich und den Rammsee.

 Das Projekt wurde gefördert durch die LAG AktivRegion Eckernförder Bucht e.V.

mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ mit Mitteln des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein und Mitteln der LAG AktivRegion Eckernförder Bucht

auf Initiative des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein

Neubau einer Schutz- und Informationshütte am Rammsee

Im Herzen des Naturparks Hüttener Berge liegt der Brekendorfer Wald mit einer geschlossenen Waldfläche von über 420 ha. "Kern" dieses seit 1905 betriebenen Aufforstungsprojektes ist der als Toteissee entstandene Rammsee. Durch den Wald führen zahlreiche, z.T. stark frequentierte Wanderwege, Reitwege sowie der 2018 entstandene Mountainbike-Trail. Auch der Europäische Fernwanderweg E1 führt an diesem kleinen See vorbei.

Am Rammsee stand auch eine von vier Anfang der 1980er Jahre erbauten Schutzhütten, die 2019 in einem solch schlechten Zustand war, dass sie wirtschaftlich nicht erneuert werden konnte. Der Neubau der Schutzhütte soll den Besuchern, Einzelwanderern, Familien und Gruppen nun eine entspannte Rast ermöglichen und Schutz vor Wind und Regen bieten. In der Hütte, die zeitnah mit Tischen und Bänken möbliert werden wird, werden Anfang 2020 auch noch zwei Informationstafeln angebracht, die Wissen über den Wald und ökologische Zusammenhänge vermitteln.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten realisiert.

Das Projekt wurde gefördert durch die LAG AktivRegion Eckernförder Bucht e.V.

mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ mit Mitteln des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein und Mitteln der LAG AktivRegion Eckernförder Bucht

auf Initiative des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein

Fledermauswinterquartier Hasenbargbunker

Foto: Florian Käselau

In Kirchhorst in der Gemeinde Groß Wittensee wurde im Mai 2019 eine ehemalige verbunkerte Postverstärkerstelle zu einem unterirdischen Winterquartier für Fledermäuse hergerichtet. Umnutzungen von Bunkern zu Fledermauswinterquartieren sind besonders im norddeutschen Tiefland erprobte und bewährte Erhaltungsmaßnahmen im Artenschutz von Fledermäusen. Die auf lange Haltbarkeit angelegten Bunker gewährleisten bei nur minimalem Pflegeaufwand nach der Optimierung eine Lebensstätte für gefährdete und streng geschützte Arten über Zeiträume von mehr als 100 Jahre. Der Hasenbargbunker wird vor allem für Fledermausarten wie die Teichfledermaus (Myotis dasycneme), die Wasserfledermaus (Myotis drabentonii), die Fransenfledermaus (Myotis naftereri), das Braune Langohr (Plecotus auritus) und die Große Bartfledermaus (Myotis brandtii) von Bedeutung sein. Auf dem Bunker wurden zudem Obstbäume und -sträucher gepflanzt.

Im Bild rechts beim Pressetermin vor der Infotafel von links nach rechts: Kristina Achilles (UNB), Thomas Wälter (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung), Matthias Göttsche (Dipl. Ing. für Landschaftsnutzung und Naturschutz), Detlef Kroll, Hans-Claus Schnack, Hans Ulrich (alle Naturparkverein Hüttener Berge e.V.) und Uta Hennig (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung).

Der Hasenbargbunker
Foto: Naturparkverein
Infotafel
Foto: Naturparkverein
An der Decke und den Wänden im Eingangsbereich montierte Hohlblocksteine
Foto: Naturparkverein
Entlüftungshutze und Einflugturm mit vier Einflugöffnungen
Foto: Naturparkverein